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Ich lese keine 500 Seiten mehr. Ich unterhalte mich lieber mit ihnen.

Vor wenigen Tagen ist er erschienen: Der neue Artificial Intelligence Index Report 2024 – herausgegeben von der Stanford University. Ein globaler Schwergewichtsreport. Über 500 Seiten voller Daten, Trends und Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz. Für alle, die sich mit digitaler Transformation, Innovation oder Leadership beschäftigen, ist dieser Report eine Goldgrube. Aber mal ehrlich: Wer hat im Alltag Zeit, sich durch 500 Seiten PDF zu kämpfen?

Ich definitiv nicht. Früher hätte ich ihn motiviert heruntergeladen, vielleicht sogar ein paar Charts überflogen – und ihn dann als „Lese ich später mal“-Datei abgespeichert.

Aber heute läuft das anders.

Mein neuer Lern-Hack heisst: NoteBookLM von Google

Ich habe ein Tool entdeckt, das mein Wissensmanagement komplett verändert hat:

🔗 NoteBookLM

Das Prinzip: Du lädst ein Dokument (z. B. einen Report oder ein Whitepaper) hoch – und führst dann ein Gespräch mit dem Inhalt selbst. Das Tool basiert auf LLM-Technologie und ist speziell für personalisierte Wissensarbeit gemacht.

Wie ich aus dem AI Index Report 2024 in 30 Minuten echten Mehrwert gezogen habe:

1. PDF hochladen

Ich habe das komplette Dokument bei NoteBookLM importiert. Die KI erkennt automatisch Kapitel, Schaubilder, Tabellen und zentrale Aussagen.

2. Erste Fragen stellen

Ich startete mit einer einfachen Eingabe:

„Was sind die wichtigsten Entwicklungen im Bereich generative KI im Vergleich zu 2023?“

Ich bekam eine strukturierte Antwort – präzise, verständlich und auf den Punkt.

Wer die Antwort interessiert, kann sie hier nachlesen

Im Vergleich zu 2023 waren einige der wichtigsten Entwicklungen im Bereich der generativen KI:

  • Ein deutlicher Anstieg der Investitionen in generative KI. Die Finanzierung für generative KI stieg im Vergleich zu 2022 um das Achtfache auf 25,2 Milliarden US-Dollar. Bedeutende Akteure wie OpenAI, Anthropic, Hugging Face und Inflection verzeichneten erhebliche Finanzierungsrunden.
  • Eine Verdoppelung der Anzahl neuer großer Sprachmodelle (LLMs) weltweit im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr. Zwei Drittel dieser Modelle waren Open-Source. Allerdings kamen die leistungsstärksten Modelle von Industrieunternehmen mit geschlossenen Systemen.
  • Erhebliche Fortschritte bei der Leistungsfähigkeit von LLMs. Gemini Ultra erreichte als erstes LLM menschliche Leistung auf dem MMLU-Benchmark. Die Leistung auf diesem Benchmark verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozentpunkte. GPT-4 erzielte einen beeindruckenden mittleren Gewinnraten-Score von 0,96 auf dem umfassenden HELM-Benchmark.
  • Eine Zunahme der Erwähnung von KI in den Telefonkonferenzen der Fortune-500-Unternehmen. Dies deutet auf ein wachsendes Interesse und eine stärkere Fokussierung auf KI in der Wirtschaft hin. Generative KI war das am häufigsten genannte Thema (19,7%) in den Gewinnmitteilungen der Fortune-500 im Jahr 2023.
  • Die Entwicklung neuer, anspruchsvollerer Benchmarks zur Bewertung generativer Modelle, wie z. B. HEIM für die Bildgenerierung. Dies ist eine Reaktion auf die Leistungssättigung bei etablierten Benchmarks.
  • Ein Anstieg der Akzeptanz generativer KI in Unternehmen. Im Jahr 2023 berichtete ein größerer Anteil der Unternehmen über den Einsatz von generativer KI in verschiedenen Funktionen im Vergleich zu herkömmlicher KI.
  • Bedeutende Fortschritte im Bereich der Audio- und Videogenerierung mit der Veröffentlichung prominenter Audiogeneratoren wie UniAudio, MusicGen und MusicLM sowie Videomodelle wie Emu Video von Meta.
  • Ein deutlicher Anstieg der Anzahl neuer, mit generativer KI finanzierter Unternehmen. Im Jahr 2023 erhielten 99 neue Start-ups im Bereich der generativen KI eine Finanzierung, verglichen mit 56 im Jahr 2022 und 31 im Jahr 2019.
  • Die Vereinigten Staaten führten weiterhin bei den privaten Investitionen in generative KI. Im Jahr 2023 übertrafen die Investitionen der USA in generative KI die der Europäischen Union und des Vereinigten Königreichs zusammen um etwa 22,5 Milliarden US-Dollar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 2023 ein Jahr des explosiven Wachstums und der bedeutenden Fortschritte für die generative KI war, sowohl in Bezug auf Investitionen als auch auf technische Fähigkeiten und die Einführung in verschiedenen Bereichen.

3. Deep Dive durch rollenspezifisches Prompting

Ich wurde konkreter:

„Welche Erkenntnisse sind relevant für Führungskräfte, die KI im Unternehmen einführen wollen?“

Antwort

Für Führungskräfte, die KI in ihrem Unternehmen einführen wollen, sind mehrere Erkenntnisse aus den Quellen relevant:

  • Zunehmende Verbreitung von KI in Unternehmen: Der Bericht zeigt, dass im Jahr 2023 55% der befragten Unternehmen KI in mindestens einer Geschäftseinheit oder Funktion implementiert haben, was einen leichten Anstieg gegenüber 50% im Jahr 2022 und einen deutlichen Sprung von 20% im Jahr 2017 darstellt. Dies deutet auf einen etablierten und wachsenden Trend zur KI-Nutzung hin.
  • Signifikante Investitionen in generative KI: Trotz eines Rückgangs der gesamten privaten KI-Investitionen im letzten Jahr stieg die Finanzierung für generative KI sprunghaft an und verachtfachte sich fast von 2022 auf 25,2 Milliarden US-Dollar. Dies unterstreicht das große Potenzial und Interesse an generativen KI-Technologien.
  • Positive Auswirkungen auf Produktivität und Qualität: Mehrere Studien aus dem Jahr 2023 deuten darauf hin, dass KI es Mitarbeitern ermöglicht, Aufgaben schneller zu erledigen und die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Dies kann ein wesentlicher Treiber für die Einführung von KI sein, um operative Effizienz und Output zu steigern. So zeigte beispielsweise die Nutzung von GPT-4 bei Beratungsaufgaben durchschnittliche Verbesserungen von 12,2% in der Produktivität, 25,1% in der Geschwindigkeit und 40,0% in der Qualität im Vergleich zur Kontrollgruppe.
  • Beliebteste Anwendungsfälle von KI: Die am häufigsten eingesetzten KI-Anwendungsfälle nach Funktion im Jahr 2023 waren prädiktive Dienste und Interventionen, Kundenanalyse, Vertrieb sowie Optimierung von Serviceprozessen und Produktmerkmalen. Bei generativer KI waren dies insbesondere die Erstellung von Textentwürfen, personalisiertes Marketing, Textzusammenfassungen und die Erstellung von Bildern und/oder Videos. Führungskräfte sollten diese Bereiche bei der Identifizierung von Einsatzmöglichkeiten in ihrem Unternehmen berücksichtigen.
  • Nachfrage nach KI-Talenten: Im Jahr 2023 berichteten Unternehmen branchenübergreifend am häufigsten über die Einstellung von Dateningenieuren, KI-Datenspezialisten und Machine-Learning-Ingenieuren. Dies impliziert die Notwendigkeit, entsprechende Fachkräfte zu gewinnen oder weiterzubilden, um KI-Initiativen erfolgreich umzusetzen.
  • Wachsende Bedeutung von Responsible AI: Angesichts der zunehmenden Integration von KI in verschiedene Lebensbereiche liegt ein signifikanter Fokus auf der verantwortungsvollen Entwicklung und dem Einsatz von KI-Systemen. Unternehmen sollten Risiken in Bereichen wie Datenschutz, Datensicherheit und Zuverlässigkeit berücksichtigen und Maßnahmen zur Risikominimierung ergreifen. Eine globale Umfrage ergab, dass Datenschutz und Daten-Governance die größten Bedenken im Zusammenhang mit KI darstellen.
  • Mangelnde Standardisierung bei Responsible AI: Der Bericht weist auf einen erheblichen Mangel an Standardisierung in der Berichterstattung über verantwortungsvolle KI hin. Führende Entwickler testen ihre Modelle primär anhand unterschiedlicher Responsible-AI-Benchmarks, was den systematischen Vergleich von Risiken und Limitationen erschwert. Führungskräfte sollten sich dieser Herausforderung bewusst sein und eigene Kriterien und Prozesse zur Bewertung und Steuerung von KI-Risiken definieren.
  • Geringe Transparenz bei KI-Entwicklern: Der neu eingeführte Foundation Model Transparency Index zeigt, dass es bei KI-Entwicklern an Transparenz mangelt, insbesondere bei der Offenlegung von Trainingsdaten und -methoden. Dies kann die Forschung und das Verständnis der Modelle behindern. Unternehmen, die KI einsetzen, sollten Transparenz von ihren KI-Partnern fordern und interne Prozesse zur Nachvollziehbarkeit von KI-Systemen etablieren.
  • Zunehmende Erwähnung von KI in Unternehmensgesprächen: Im Jahr 2023 wurde KI in 394 Telefonkonferenzen von Fortune-500-Unternehmen erwähnt (fast 80% aller Unternehmen), was einen deutlichen Anstieg gegenüber 266 Erwähnungen im Jahr 2022 darstellt. Generative KI war dabei das am häufigsten genannte Thema (19,7%). Dies signalisiert ein wachsendes Bewusstsein und eine stärkere strategische Auseinandersetzung mit KI auf Führungsebene.
  • Vielfalt an KI-Entwicklungstools: Professionelle Entwickler nutzen eine Reihe von KI-Tools, wobei GitHub Copilot das beliebteste unter ihnen ist. Ein Verständnis der gängigen Werkzeuge kann bei der Auswahl von Technologien und der Unterstützung von Entwicklungsteams hilfreich sein.
  • Erwartungen an den wirtschaftlichen Einfluss: Es gibt neue Analysen, die den zukünftigen wirtschaftlichen Einfluss von KI prognostizieren. Führungskräfte sollten sich mit diesen Potenzialen und erwarteten Veränderungen in der Arbeitswelt auseinandersetzen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Führungskräfte bei der Einführung von KI in ihren Unternehmen die rasante Entwicklung und zunehmende Akzeptanz von KI, insbesondere generativer KI, die potenziellen Produktivitätsgewinne, die Notwendigkeit der Rekrutierung und Weiterbildung von Fachkräften sowie die kritische Bedeutung von Responsible AI und Transparenz berücksichtigen müssen. Die Beobachtung von Branchentrends und die Auseinandersetzung mit den neuesten Forschungsergebnissen sind entscheidend für eine erfolgreiche KI-Strategie.

„Welche Länder investieren aktuell am stärksten in KI-Forschung?“

Antwort

Basierend auf den Quellen sind die Länder, die aktuell am stärksten in KI investieren, die Vereinigten Staaten und China, wobei die Vereinigten Staaten eine deutliche Führungsposition einnehmen.

Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem «Artificial Intelligence Index Report 2024» bezüglich der KI-Investitionen im Jahr 2023:

  • Gesamtinvestitionen: Im Jahr 2023 erreichten die gesamten privaten Investitionen in KI in den Vereinigten Staaten 67,2 Milliarden US-Dollar. Dies ist etwa 8,7 Mal mehr als in China (7,8 Milliarden US-Dollar) und 17,8 Mal mehr als im Vereinigten Königreich (3,8 Milliarden US-Dollar).
  • Kumulierte Investitionen: Betrachtet man die Summe der privaten KI-Investitionen seit 2013, führen die Vereinigten Staaten ebenfalls deutlich mit 335,2 Milliarden US-Dollar, gefolgt von China mit 103,7 Milliarden US-Dollar und dem Vereinigten Königreich mit 22,3 Milliarden US-Dollar.
  • Generative KI: Die Disparität in den regionalen KI-Privatinvestitionen wird besonders deutlich bei Investitionen im Bereich der generativen KI. Im Jahr 2023 übertrafen die Investitionen der Vereinigten Staaten in generative KI die kombinierten Investitionen der Europäischen Union und des Vereinigten Königreichs um 21,1 Milliarden US-Dollar. Die Investitionen in generative KI in den Vereinigten Staaten betrugen im Jahr 2023 22,46 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 0,65 Milliarden US-Dollar in China und 0,74 Milliarden US-Dollar in der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich zusammen.
  • Staatliche Investitionen in Forschung und Entwicklung (USA): Die US-amerikanischen Regierungsbehörden wiesen im Fiskaljahr 2023 insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar für KI-Forschung und Entwicklung zu. Für das Fiskaljahr 2024 wurde ein noch größerer Betrag von 1,9 Milliarden US-Dollar beantragt. Das US-Verteidigungsministerium (DoD) beantragte im Fiskaljahr 2024 1,8 Milliarden US-Dollar für nicht-klassifizierte KI-spezifische Forschung, Entwicklung, Tests und Evaluierung, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den im Fiskaljahr 2023 beantragten 1,1 Milliarden US-Dollar darstellt.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Daten hauptsächlich private Investitionen und staatliche Investitionen in den USA berücksichtigen. Die Quelle enthält weniger detaillierte Informationen über staatliche Investitionen in KI-Forschung in anderen Ländern wie China. Dennoch deuten die verfügbaren Daten darauf hin, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 2023 der größte Investor in KI-Forschung und -Entwicklung waren, gefolgt von China auf deutlichem Abstand.

Das Tool antwortete auf Basis des Originaltextes – ohne Halluzinationen, aber mit Kontext. Kein generisches Blabla, sondern klare, nutzbare Inhalte.

4. Dialog statt Dauerglotzen: Ich habe mir eine Audio-Zusammenfassung erstellen lassen

Nach dem schriftlichen Deep Dive wollte ich das Ganze nochmal auditiv verarbeiten. Also liess ich mir eine Audio-Zusammenfassung generieren – als Dialog zwischen zwei KI-Charakteren, die über die wichtigsten Punkte diskutieren. Wie ein Podcast mit Fachleuten, nur dass es genau meine Fragen waren, die besprochen wurden. Das Niveau war überraschend hoch, gleichzeitig unterhaltsam und angenehm anzuhören.

5. Ich bin Teil der Unterhaltung geworden – und das meine ich wörtlich.

Noch spannender: Ich konnte über die neue „Join the conversation“-Funktion direkt in die Unterhaltung eingreifen. Ich habe den KI-Charakteren Rückfragen gestellt – etwa:

„Was bedeutet das konkret für mittelständische Unternehmen in Europa?“

„Welche Empfehlungen ergeben sich daraus für Weiterbildungsstrategien?“

Die Unterhaltung entwickelte sich dynamisch weiter – auf meine Inputs hin. Ich war nicht mehr nur Zuhörerin, sondern aktive Teilnehmende eines massgeschneiderten KI-Dialogs. Das war nicht nur informativ – das war ehrlich gesagt auch unterhaltsam. Und ja: Ich habe dabei Dinge gelernt, die ich sonst überlesen oder gar nicht entdeckt hätte.

Was das für uns alle bedeutet

Wir stehen an einem Wendepunkt. Nicht nur, wie wir mit KI arbeiten – sondern auch, wie wir lernen, recherchieren und Wissen verarbeiten. Wir bewegen uns weg vom klassischen Wissenskonsum (PDFs durchlesen, Folien klicken, Notizen machen) – und hin zu einem aktiven, interaktiven Austausch mit Inhalten.

Wissen wird zu einem dialogischen Prozess.

Und der Zugang dazu wird so individuell wie unsere Fragen.

NoteBookLM ist für mich ein Vorbote dessen, wie sich Wissensarbeit in Zukunft anfühlen wird:

  • Kontextualisiert
  • Schnell
  • Visuell, auditiv und dialogisch
  • Und vor allem: Nutzbar – im Alltag, nicht erst nach einem Wochenendseminar.

Fazit: Lernen neu gedacht

Wenn du in Zukunft einen Report lesen must, lies ihn nicht auf die klassische Weise. Lade ihn in NoteBookLM. Fang an, mit dem Report zu sprechen. Stell deine Fragen. Hör zu. Hinterfrag. Verfeinere. Vertiefe.

Du wirst überrascht sein, wie schnell du zu Erkenntnissen kommst – die für dich wirklich relevant sind.

👉 Hier kannst du’s ausprobieren: www.notebooklm.google

Und wenn du’s testest: Schreib mir gern, welche Funktion dich am meisten begeistert hat.

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